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Virtuelles Einkaufszentrum - hohe Zugriffszahlen



 

Auszug aus dem Reutlinger Generalanzeiger vom 19.05.2006

Virtuelles Einkaufszentrum - Wannweiler Internetportal verzeichnet hohe Zugriffszahlen. Zusätzlicher Umsatz für einheimische Händler

Nischen zusammenschließen

WANNWEIL. Seit rund eineinhalb Jahren gibt es in Wannweil ein virtuelles Einkaufszentrum. 14 einheimische Händler beteiligen sich bisher daran. Einige machten sehr gute Erfahrungen mit dem Verkauf via Internet, bei anderen lief es nicht so gut wie erhofft. Am Dienstag nun trafen sich die Händler mit den Computerspezialisten und mit Hauptamtsleiter Volker Steinmaier, um weitere Strategien auszuarbeiten.

Im Dezember 2004 ging das virtuelle Einkaufszentrum ins Netz. Viele Wannweiler Händler litten damals unter der Anziehungskraft der großen Supermärkte und Discounter im Nachbarort Kirchentellinsfurt, die viel Kaufkraft aus Wannweil abzogen. Vor allem im Lebensmittelbereich gab es im Ort einige Lücken, wie Steinmaier erzählt. Eine Chance für die Händler waren die Nischen, die die Supermärkte nicht besetzen können. Diese Nischen galt es laut Steinmaier zusammenzuschließen.

So entstand die Idee zum virtuellen Einkaufszentrum. Wannweil beteiligte sich am Projekt »Mediendörfer in Baden-Württemberg«. Fünf Gemeinden schlossen sich im Arbeitskreis Mediendörfer zusammen, um mit gemeinsamen Datenbanken die Ressourcen besser nutzen zu können. »Wannweil spielte beim Virtuellen Dorfladen die Vorreiterrolle«, sagt Steinmaier.

Der Hauptamtsleiter und seine Mitstreiter hofften, dass die Händler im Ort durch das Internet mehr Umsatz erzielen könnten. Für Wannweil wurde das Internetportal www.einkaufen-in-wannweil.de eingerichtet.14 Händler machten mit. Ihr Warenspektrum reicht von Textilien über Computer bis zu italienischen Gerichten.

Wannweil mit Vorreiterrolle

Der finanzielle Aufwand war für Wannweil vergleichsweise gering. Nach Abzug von Zuschüssen blieben an der Gemeinde gerade einmal rund 4 300 Euro hängen, die durch Preisgelder aus dem eBusiness-Wettbewerb der Deutschen Telekom bezahlt wurden.

Für die Händler scheint sich das Internetportal indes auszuzahlen, wie Steinmaier und auch Winfried Hörmann vom Wannweiler Mediendorfteam berichten. Die Zugriffszahlen im Internet sind jedenfalls beachtlich. »Ich bin schon erstaunt, wie viele die Seiten anschauen«, sagt Steinmaier.

Über 37 000 Mal klickten Netz-Surfer im vergangenen Jahr auf die Seiten des Internetportals. Rund 60 zusätzliche Auftragseingänge hatten die Wannweiler Händler via Internet zu verzeichnen. Doch nicht nur die direkten Aufträge zahlen sich aus. Viele Internetbesucher informieren sich offensichtlich zuerst im Netz, was es so alles gibt und gehen dann in den realen Laden, um dort einzukaufen, berichtete am Dienstag Monika Neuffer von ihren Erfahrungen.

Doch nicht alle Seiten bei www.einkaufen-in-wannweil.de sind gleich oft besucht. Sehr wichtig sei die Aktualität, sagt Steinmaier. Und da hapert es bei manchen. »Es gibt halt gewisse Regeln zu beachten«, meint der Wannweiler Hauptamtsleiter, der gleichzeitig auch Webmaster ist.

Am Dienstag wurde nun die weitere Vorgehensweise diskutiert. Neben dem verstärkten Werben durch Newsletter sollen auch große Hinweisschilder am Ortseingang auf das virtuelle Einkaufszentrum aufmerksam machen. Am 6. Juli kommt zudem Landwirtschaftsminister Peter Hauk mit großem Tross per Bahn nach Wannweil. Bei dem Besuch geht es auch um »Fünf Jahre Mediendörfer in Baden-Württemberg«. Im Frühjahr nächsten Jahres werden die Händler des Virtuellen Dorfladens - ganz anders als sonst üblich - eine reale Gewerbeschau im Gemeindehaus und auf dem Marktplatz durchführen.


Gesendet von Volker Steinmaier am Samstag, 03. Juni 2006 um 10:23 
 
 



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