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Auf der Grünen Woche: Mediendorf Wannweil präsentierte sich in Berlin


Zwei innovative Wannweiler Projekte wurden kürzlich auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vorgestellt. Beteiligt an der Präsentation waren Beatrice Bantlin, Rektorin der Uhlandschule Wannweil (Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule) und der Wannweiler Hauptamtsleiter und Projektleiter des Mediendorfteams Volker Steinmaier.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hatte das Land Baden-Württemberg gebeten, sich auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin zu präsentieren, zumal Baden-Württemberg eine Spitzenposition in der IT-Mediennutzung einnimmt. Nirgendwo sonst in Deutschland ist die Akzeptanz von Informationstechnik, Telekommunikation und Multimedia so groß wie hier. Mehr als 60 Prozent der Baden-Württemberger sind online. Gerade im Ländlichen Raum ist das Internet deshalb besonders geeignet, Arbeitsmarktchancen zu eröffnen und strukturelle Nachteile auszugleichen. „Damit dieses Nutzungspotential auch künftig zum Tragen kommt, unterstützen wir den weiteren Ausbau der Infrastruktur, die Bereitstellung von Qualifizierungsmaßnahmen und die Förderung von innovativen Projekten“, machte der Baden-Württembergische Minister für Ernährung in Ländlichen Raum, Peter Hauk, MdL, bei der Eröffnung des BW-Standes deutlich.

Als eines dieser innovativen Projekte stellte Volker Steinmaier den Virtuellen Dorfladen der Gemeinde Wannweil vor: „Ein Laden mitten in der Gemeinde, der 24 Stunden geöffnet ist“, so der Projektleiter des Mediendorfs Wannweil.

Zur Sicherung der örtlichen Nahversorgung wurde in Wannweil vor zwei Jahren ein virtueller Dorfladen eröffnet. Hier wird das Angebot von zahlreichen Einzelhändlern zu einem virtuellen Marktplatz zusammengeführt. Die Wannweiler können bequem einkaufen, und die Bestellung wird auf Wunsch nach Hause geliefert. Bezahlt wird per Überweisung, Kreditkarte oder Bankeinzug (www.einkaufen-in-wannweil.de). 14 Händler machen inzwischen mit. Ihr Warenspektrum reicht von Obst und Gemüse, italienischen Gerichten über Textilien bis zu Computern und Elektroartikel. Bei allen kann der Kunde online bestellen. Steinmaier zeigte, wie einfach es geht, die Bestellung aufzugeben. Zur Verdeutlichung bestellte er einen Blumenstrauß bei der Gärtnerei Hespeler. Über eine Web-Cam konnten die Besucher des Bühnenprogrammes verfolgen, wie die Bestellung in Wannweil einging und die Floristin Sabine Grau den Blumenstrauß herstellte.

Am 22. April 2007 werden die Händler des Virtuellen Dorfladens - ganz anders als sonst üblich - eine reale Gewerbeschau im Gemeindehaus und auf dem Marktplatz durchführen. Dies wird die erste Gewerbeschau in Wannweil sein.

Anschließend stellte Beatrice Bantlin in der Halle des Landes Baden-Württemberg das Wannweiler Mensa Programm für kleine Kommunen vor (http://www.foerderverein-uhlandschule-wannweil.de/mensa.htm). An der Uhlandschule Wannweil (300 Schüler) wurde im Oktober 2006 eine Mensa eröffnet. Diese hat jeweils mittwochs und donnerstags geöffnet. Am Donnerstag werden derzeit rund 60 warme Essen ausgegeben.
Bantlin machte deutlich, dass die Mensa an der Uhlandschule nur erfolgreich betrieben werden könne, weil das Wannweiler Mediendorfteam eine Software zur Online-Bestellung und Abrechnung des Essensbetriebes erstellt habe. Damit werden die Essensbestellung und die Abrechnung incl. Lastschrifterteilung vollkommen automatisch abgewickelt.
Weder die Schule noch der Förderverein der Uhlandschule als Betreiber der Mensa wären personell in der Lage gewesen, den Mensabetrieb ohne die Software dauerhaft zu aufrecht zu halten. „Wir hätten das Personal nicht gehabt, um die Essensbestellungen entgegen zu nehmen und die Abrechnungen zu erstellen. Dies alles erledigt nun die Software für uns“, freut sich Bantlin. „Die Abrechnung für den Monat Dezember habe ich in nur 5 Minuten erledigt, incl. der Lastschrifterstellung und Weiterleitung der Datenträgeraustauschdatei an die Bank“, sagte Steinmaier.
Das Programm enthält nach den Worten von Michael Reiss vom Baden-Württemberger Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum alle wesentlichen Funktionen, die kleine Kommunen für den Betrieb einer Mensa benötigen. „Die Software zeichnet sich dadurch aus, dass auf jeglichen Schnickschnack verzichtet wurde; sie ist äußerst benutzerfreundlich und kostengünstig“.

Für das Mensa-Programm interessierten sich zahlreiche andere Schulen aus Bayern und Nordrhein-Westfalen. Und die Gemeinde Oberriexingen bei Ludwigsburg wird demnächst neben Wannweil und Mönchweiler als dritte baden-württembergische Kommune dem Virtuellen Dorfladen beitreten.

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Am Wannweiler Bühnenprogramm wirkten mit: Volker Steinmaier, Beatrice Bantlin, Michael Reiss, Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg und die Fernseh-Moderatorin Inka Schneider vom NDR (Moderatorin des erfolgreichen NDR-Magazins „DAS!“).



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